• Auslastung RSS-Feed


    Der Ursprung des Tollers lag darin Enten anzulocken und nach dem Schuss zu apportieren.
    Dieses Anlocken (Tolling) musste völlig lautlos und ruhig erfolgen, um die Enten nicht zu vertreiben. Beim Tolling sitzt der Schütze (Hundeführer) in einer Deckung und wirft ein Apportel (Ball, Dummy, o. ä.) am Uferrand entlang. Der Toller apportiert aus der Deckung heraus. Man wirft einige Male nach links, nach rechts und ab und zu verharrt man ruhig im Versteck. Dadurch werden die neugierigen Enten angelockt. Sind sie nahe genug am Ufer, tritt der Schütze hervor und schießt. Währenddessen verharrt der Toller absolut ruhig (steady) an seiner Seite. Auf Kommando wird er jetzt ins Wasser zum Apportieren geschickt.

    Es ist faszinierend dem Toller bei dieser Art der Arbeit zu zusehen. Die Möglichkeit dazu bekommt man jedes Jahr beim "Tollarspecialen" in Schweden. Jeder Tollerbesitzer sollte wenigstens einmal im Leben dort gewesen sein.

    Es ist wichtig, den Toller seinen Anlagen entsprechend zu beschäftigen. Am besten kann man das natürlich durch jagdliche Arbeit, bzw. durch den Jagdersatz, die Dummyarbeit.



    Jagdliche Arbeit

    Wie den Meisten wahrscheinlich bekannt ist, wurde der Toller zur Entenjagd gezüchtet. Doch der Toller kann auch noch mehr. Es müssen nicht immer Enten sein. Auch Hase und Fuchs werden apportiert und der Toller leistet sehr gute Arbeit auf der Schweißfährte. Der Toller kann bei entsprechender Ausbildung auf den deutschen Jagdprüfungen geführt werden und natürlich als Jagdhund eingesetzt werden. Es gibt mittlerweile einige Toller mit VPS, RGP und viele mit BLP und Brauchbarkeitsprüfungen.




    Da aber nicht jeder Tollerbesitzer einen Jagdschein hat, bzw. bereit ist mit toten Tieren zu arbeiten, hat man die Möglichkeit der Dummyarbeit.



    Dummytraining

    Bereits mit dem Welpen/Junghund kann spielerisches Apportiertraining begonnen werden. In den Trainingsgruppen des Deutschen Retriever Clubs werden die Hunde schon frühzeitig an die Dummyarbeit herangeführt, da auch in der DRC-Begleithundeprüfung das Apportieren abgefragt wird.
    Es ist wichtig, dass das Training "kontrolliert" erfolgt. Einfach auf eigene Faust mal Dinge durch die Gegend zu werfen ist gerade beim Toller eher kontraproduktiv.
    Ein solider Grundaufbau ist sehr wichtig. Da der Toller bei seiner ursprünglichen Arbeit auch immer sehr leise arbeiten musste, sollte man schon beim Welpen darauf achten, dass er bei der Arbeit ruhig ist.

    Mehr zur Dummyarbeit finden Sie hier: click







    Aber der Toller kann auch in nachfolgenden Bereichen arbeiten. Diese sollen hier kurz vorgestellt werden:


    Rettungshundeausbildung

    Diese Art der Ausbildung ist sehr anspruchsvoll, langwierig und vor allem arbeitsintensiv. Es gibt mittlerweile in Deutschland einige Toller, die als Rettungshund eingesetzt werden. Durch ihre kompakte Größe und die hervorragende Nasenleistung eignen sie sich sehr gut für die Trümmer- und Flächensuche oder auch für Mantrailing. In Schneegebieten werden Toller teilweise auch zum Lawinensuchhund ausgebildet.







    Bei dieser Art der Arbeit sollte man sich immer bewusst sein, dass es nicht vorrangig darum geht seinen Hund zu beschäftigen, sondern darum Menschenleben zu retten.



    Obedience

    Obedience ist eine neue Hundesportart aus England, die in der genauen Übersetzung "absoluter Gehorsam" bedeutet. Der Hund lernt hier nur mit positiver Bestärkung und muss immer mit freudiger Rute arbeiten. Obedience ist für jeden Hund geeignet, egal ob jung oder alt und trägt sehr gut zur Bindung des Mensch-Hund-Teams bei.






    Interessant hierbei ist auch die Distanzarbeit, bei welcher der Hund auch auf Entfernung freudig die Kommandos des Hundeführers ausführt. In den Prüfungen gibt es verschiedene Leistungsstufen:

    · Beginner-Klasse
    · Klasse I
    · Klasse II
    · Klasse III

    In Klasse III werden auch Europa- und Weltmeisterschaften durchgeführt.



    Agility

    Viele Tollerbesitzer betreiben leidenschaftlich gerne Agility. Hierbei ist es sehr wichtig, dass man auf einen ruhigen, langsamen Aufbau achtet. Alleine schon wegen der Gelenke. Wird der Toller zu früh "gepuscht", bekommt man ein schreiendes Etwas, mit dem es keinen Spaß macht über den Parcour zu laufen.






    Dog Dancing

    Beim Dog Dancing werden verschiedene Figuren zu Musik gezeigt. Dog Dancing ist eine relativ junge Hundesportart, die auf Obedience-Grundlagen zum Takt von Musik absolute Harmonie zwischen Hund und Hundeführer zeigt.
    Auch hier sollte die Arbeit "ruhig" ablaufen. Übermäßiges Bellen gibt Punkteabzug.

    Egal für welche Art der Arbeit Sie sich mit Ihrem Toller entscheiden, er wird immer mit Begeisterung dabei sein. Das Apportieren sollte aber immer in die Arbeit mit einfließen können, da dies immer noch seine Lieblingsbeschäftigung ist.

    .

Wir würden uns über Unterstützung freuen!
Social Links